Ford

Das Unternehmen: Ford Forschung & Vorentwicklung Europa

Individuelle Mobilität im Einvernehmen mit der Umwelt und modernen Sicherheitsanforderungen zu gestalten, ist das bestimmende Thema der Forschung & Vorentwicklung von Ford Europa mit Sitz in Aachen. Der 1994 gegründete und global einzige Forschungsstandort der Ford Motor Company außerhalb Detroits ist mittlerweile auf rund 250 Mitarbeiter angewachsen, die aus über 25 verschiedenen Nationen weltweit stammen. Hier entstehen Innovationen in Zusammenarbeit mit Universitäten, namhaften Instituten, Wettbewerbern und Zulieferern, die allen Marken der Ford Motor Company zugute kommen. Beim Thema Umwelt und Nachhaltigkeit reichen die Forschungsgebiete von der Entwicklung neuer Generationen von Diesel- und Ottomotoren über Umweltforschung bis hin zur Entwicklung alternativer Antriebssysteme inklusive Hybridisierung, der Optimierung des fahrzeuginternen Energiemanagements, Telematikforschung sowie der Erforschung neuer Materialien. Zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr arbeitet das Ford Forschungszentrum in Aachen an aktiven Sicherheitssystemen inklusive aktiven Fahrwerksystemen, Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation sowie Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation. Ein weiteres Forscherteam hat es sich zur Aufgabe gemacht, neue Fahrzeuginnenraumkonzepte zu entwickeln, wobei besonderes Augenmerk auf Gesundheits- und Sicherheitsaspekten liegt.

Die Ford Motor Company mit Hauptsitz in Dearborn, Michigan, USA, hat weltweit 224.000 Mitarbeiter und rund 90 Fertigungsstätten. Zum Konzern gehören ebenfalls die Marken Lincoln, Mercury, Volvo und Mazda.

Teilnahmegrund in der Clean Energy Partnership

Der Erhalt individueller Mobilität mit möglichst geringer Auswirkung auf die Umwelt und auf Basis erneuerbarer Energien ist eine der wichtigsten Aufgaben automobiler Forschung. Elektrofahrzeuge, die als Stromquelle entweder eine Batterie, eine Brennstoffzelle oder die Kombination aus beidem haben, verfügen über das Potenzial, Strom aus regenerativen Quellen mit größtem Wirkungsgrad zu nutzen. Wasserstoff eignet sich zudem optimal als Speichermedium für Elektrizität. Auch der geringe Zeitaufwand beim Tankvorgang von Wasserstoff entspricht im Gegensatz zum Aufladen von Traktionsbatterien dem von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und erfüllt somit ein wichtiges Kriterium für die Kundenakzeptanz. Letztere sowie viele technische Fragestellungen, wie beispielsweise die Evaluierung und Validierung der Dauerhaltbarkeit der Brennstoffzellentechnologie inklusive. ihrer spezifischen Komponenten im Alltagsbetrieb oder etwa der Service der Fahrzeuge waren und sind Gegenstand der Clean Energy Partnership. Dieser Flottenversuchstest liefert wertvolle Daten und Erkenntnisse, die in die Weiterentwicklung dieser Technologie einfließen und schließlich in eine Serienreife münden werden. Mittlerweile hat die Ford Versuchsflotte an Brennstoffzellenfahrzeugen über 1 Million Meilen, das heißt über 1,6 Millionen Kilometer zurückgelegt.

Wasserstoffhistorie bei Ford

Die Beschäftigung mit Wasserstoff als Kraftstoff setzte bei Ford bereits Anfang der 90er Jahre ein. 1998 stellte Ford seinen ersten Pkw mit Brennstoffzellen-Antrieb vor: Ausgangspunkt einer ehrgeizigen und intensiven Forschungsarbeit an Wasserstoff-Fahrzeugen, aus dem verschiedene Prototypen mit Brennstoffzelle und Wasserstoffverbrennungsmotor hervorgingen. Schließlich folgte das erste Kleinserienfahrzeug, das alle gängigen, erforderlichen Produktentwicklungsschritte durchlaufen hatte: Der Focus Brennstoffzelle hat als fünfte Generation von Brennstoffzellen-Autos aus dem Hause Ford im Jahr 2004 das Prototypen-Stadium verlassen und ist als sicheres und alltagstaugliches Fahrzeug in die Kleinserienfertigung übergegangen. Seither haben Ford Ingenieure weitere Prototypen entwickelt und vorgestellt, darunter den Ford Edge Brennstoffzelle Plug-in Hybrid, bei dem eine Brennstoffzelle als sogenannter "Range-Extender" die Lithium-Ionen Antriebsbatterie während der Fahrt auflädt und damit die Reichweite des Fahrzeuges signifikant erhöht. Bei den Wasserstoffverbrennungs- motoren unterhält Ford ebenfalls eine Flotte von Kleinserien-Shuttlebussen, die in Nordamerika im Einsatz sind.