BVG

Mit zukunftsweisenden Technologien durch den Stadtverkehr

  • Seit Mitte der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts tanken die Busse der BVG „sauberen“, weil schwefelarmen Diesel. Mit einer jährlichen Menge von rund 45 Millionen Litern ist die BVG damit der größte Abnehmer schwelfreien Diesels in Berlin. Seit 1999 kommen zusätzlich geschlossene CRT- Partikelfiltern in den BVG-Omnibussen zum Einsatz. Schon mit diesen Maßnahmen erzielt die BVG eine deutliche Abgasemissions- reduktion bei den limitierten Schadstoffen Kohlenwasserstoff, Kohlenmonoxid und Partikeln von über 95% im innerstädtischen Nahverkehr. Der Schritt zu Wasserstoff angetriebenen Nullemissions- Fahrzeugen war somit nur ein logischer und folgte konsequent aus der Verpflichtung der BVG zu Nachhaltigkeit und dem Schutz der Umwelt.

  • Der Personennahverkehr, wie ihn die BVG betreibt, ist eine öffentliche Daseinsfürsorge. Durch ihre konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Flottenpolitik war die BVG deswegen ohne Probleme in der Lage, die geltenden Abgasnormen für die am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Umweltzone im Berliner Innstadtbereich zu erfüllen und den Nahverkehr in der deutschen Hauptstadt weitestgehend ohne Ausnahmegenehmigungen im gewohnten Umfang aufrecht zu halten. Die zur Zeit im Testbetrieb eingesetzten Wasserstoffbusse unterstützen diesen Anspruch und tragen damit wesentlich zum sauberen Image des Nahverkehrsunternehmens bei.
  • Kennzeichen der BVG-Flottenpolitik war bislang schon das Bestreben, neue Abgasnormen (EURO 4-6) möglichst schon vor dem Inkrafttreten zu erfüllen bzw. zu unterschreiten. Insofern ist Wasserstoff als Kraftstoff ein weiterer bedeutender Schritt für eine Unterschreitung der erst voraussichtlich ab 2012 geltenden Abgasstufe Euro 6.

  • Als größtes deutsches kommunales Nahverkehrsunternehmen hat die BVG die Verpflichtung, Technologieführerschaft auf den unterschiedlichsten Feldern anzustreben. Insofern hat sich das Unternehmen auch bislang schon verstanden als Plattform für die Erprobung zukunftsweisender Technologien. Aus Sicht der BVG steht der Wasserstoffverbrennungsmotor kurz vor der Serienreife und ist damit auch wirtschaftlich vertretbar und anwendbar. Die Hybridtechnologie mit elektrischem Antrieb als Option für Dieselbusse zur Kraftstoffeinsparung und Geräuschreduktion ist auch auf den Wasserstoffbus mit Verbrennungsmotor direkt anwendbar.

  • Die intensive Mitarbeit in deutschen wie europäischen Projekten zum Thema Wasserstoff sieht die BVG als Chance, das eigene Profil auf diesem Gebiet weiter zu entwickeln und von den Erkenntnissen der weltweiten Forschung direkt zu profitieren. Dies gilt, neben dem Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff insbesondere für dessen nachhaltige Produktion und Logistik.