FAQ - Wesentliche Fragen und Antworten auf einen Blick

Aus unseren vielen Gesprächen und Begegnungen mit Interessenten haben wir die häufigsten Fragen gesammelt und vor dem Hintergrund unserer Positionen beantwortet.

Wenn Sie hier nicht erfahren, was Sie wissen möchten, stellen Sie einfach Ihre eigenen Fragen an uns.


Woher kommt eigentlich Wasserstoff?

Wasserstoff ist das leichteste und häufigste Element des Universums. Er ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas und steht mit dem Atomgewicht 1 am Anfang unseres Periodensystems. Wasserstoff besteht aus einem Proton und einem Elektron. Der gebräuchliche Wasserstoff kommt stets in Form von zweiatomigen Molekülen vor (H2).

Wasserstoff ist fast unbegrenzt vorhanden, kommt aber auf der Erde ausschließlich in chemisch gebundener Form, z. B. als Wasser (H2O), in den verschiedensten Kohlenwasserstoffen (Erdöl, Erdgas, Kohle, Biomasse usw.) oder in anderen organischen Verbindungen vor. Er kann aber unter Einsatz von Energie freigesetzt werden und damit zu einem Speicher für Energie werden - ein Energieträger.

Wie Wasserstoff erzeugt werden kann, erfahren sie :: hier

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Warum gerade Wasserstoff?

Wasserstoff bietet eine nachhaltige Antwort auf drei große Herausforderungen: die Reduzierung von Emissionen, den Wunsch nach Diversifikation sowie das Ende der Abhängigkeit von nur wenigen, endlichen Energiequellen.

Auch wenn das große Volumen von Wasserstoff eine Herausforderung darstellt, ist vor allem die Energiedichte überzeugend. Zum Vergleich: In einem Kilogramm H2 steckt etwa dreimal so viel Energie wie in einem Kilogramm Erdöl. Entscheidend für den Klimaschutz ist allerdings die Energiequelle mit der der Wasserstoff produziert wurde. Regenerativ erzeugt, ist Wasserstoff ein sauberer Speicher, der u.a. die Nutzung regenerativer Energien im Verkehrssektor möglich macht.
Wasserstoff als alternativer Kraftstoff fördert Deutschlands internationale Spitzenposition auf dem Gebiet zukunftsweisender Kraftstoff- und Antriebskonzepte.

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Wie wird Wasserstoff flüssig?

Soll der Wasserstoff nach seiner Erzeugung flüssig gespeichert werden, muss er auf -253 °C (= 20 K) abgekühlt werden. Bei dieser Temperatur wird Wasserstoff flüssig. Heutige Verflüssigungsanlagen leisten ungefähr 10 bis 15 Tonnen Wasserstoff pro Tag. 
Die Produktionsanlage des CEP Partners Linde in Leuna hat eine Kapazität von 4,5 t/Tag.
Zur Verflüssigung wird ungefähr 1/3 der im Wasserstoff gespeicherten Energie benötigt.

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Was kostet Wasserstoff?

Noch befindet sich die mobile Wasserstofftechnologie im Entwicklungsstadium. Daher ist Wasserstoff als Treibstoff auf der Kostenseite noch nicht vergleichbar mit herkömmlichen Kraftstoffen. Die CEP glaubt aber an eine Wasserstoff-Zukunft, in der es keinen preislichen Unterschied zu Benzin geben wird. Zurzeit wird von einem Preis zwischen 7 und 8 Euro je kg Wasserstoff ausgegangen. Die Produktionskosten liegen zurzeit noch darüber. Ein Brennstoffzellen Pkw fährt mit 1 kg Wasserstoff 100 km.

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Wann kommt das Wasserstoffauto?

Innerhalb des Demonstrationsprojekts der Clean Energy Partnership gibt es bereits heute seriennahe Fahrzeuge der Automobilpartner, die auf der Straße im Einsatz sind. Verschiedene CEP Partner haben sich in einem Memorandum of Understanding auf hohe Stückzahlen von Brennstoffzellenautos ab dem Jahr 2015 verständigt.

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Wieviele Wasserstofftankstellen gibt es?

Es gibt weltweit 175 Wasserstofftankstellen. In Deutschland sind derzeit 27 registriert. Innerhalb der Clean Energy Partnership sind bis 2016 fünf neue Tankstellen geplant. In der Initiative H2 Mobility haben sich CEP-Partner über weitere Schritte zum Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in Europa – mit Startpunkt in Deutschland – verpflichtet.

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Wie betanke ich ein Wasserstoffauto?

Für den Kunden an der Wasserstofftankstelle gibt es keinen großen Unterschied. Die Betankung erfolgt wie bei einer konventionellen Betankung, indem die Zapfpistole manuell mit dem Tankstutzen verbunden wird. Die Unterschiede zum konventionellen Tankvorgang liegen beim Wasserstoff in der hohen Flüchtigkeit, in den tiefen Temperaturen bzw. in den hohen Befülldrücken. Zapfpistole und Tankstutzen werden daher – anders als bei konventionellen Kraftstoffen – über eine Kupplung druck-, gas- und kältedicht miteinander verbunden. Mehr zum Thema finden Sie :: hier

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Was hat das Wasserstoffauto mit dem Elektromotor zu tun?

Brennstoffzellenfahrzeuge – umgangssprachlich auch Wasserstoffautos genannt – besitzen statt eines Verbrennungsmotors einen Elektromotor, den die Brennstoffzelle mit Strom versorgt. In der Brennstoffzelle reagieren Wasserstoff und Sauerstoff in einem chemischen Prozess. Dabei wird die Energie, die im Wasserstoff gespeichert ist, als Strom freigegeben, der den Motor antreibt. Das Nebenprodukt dieses elektrochemischen Prozesses ist Wasser, das durch den Auspuff abgeleitet wird. 

Eine Fahrzeugbrennstoffzelle besteht aus vielen Einzelzellen, die, in Reihe zu einem Block geschaltet, genügend Leistung für den Antrieb eines Elektromotors generieren.

Mehr dazu :: hier

In der CEP werden neben der Erprobung von Brennstoffzellenfahrzeugen auch Pkw und Busse mit Verbrennungsmotor eingesetzt.

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Ist Wasserstoff sicher?

Wasserstoff ist ein Energieträger, vergleichbar mit Erdgas. Allerdings verflüchtigt sich Wasserstoff als leichtestes Element bei Austritt um ein Vielfaches schneller - mit über 30 km/h. Im Gegensatz zu Mineralölen kann Wasserstoff kein Erdreich verunreinigen. Wasserstoff ist nicht giftig, geruchlos und nicht ätzend. Bei richtigem Umgang mit diesem Gas geht keine Gefahr von Wasserstoff aus. In der CEP wird ausschließlich der aktuellste Stand der Technik umgesetzt.

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Die CEP ist ein Leuchtturmprojekt innerhalb des NIP (Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie). Was bedeutet das und warum wird dieses Projekt gefördert?

Leuchtturmprojekte schlagen eine Brücke zwischen Forschung bzw. Entwicklung und den späteren Märkten. Sie dienen zur Vorbereitung und Initiierung der breiten Vermarktung einer Technologie. Die CEP ist ein Leuchtturmprojekt innerhalb des NIP (Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie). Das NIP bietet einen gemeinsamen Rahmen für zahlreiche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Forschungsprojekte von Wissenschaft und Industrie. Mit dem Innovationsprogramm stellt die Bundesregierung 200 Mio. Euro öffentlicher Mittel für Forschung und Entwicklung sowie weitere 500 Mio. Euro für die Demonstration von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in den Bereichen Verkehr, stationäre Versorgung und spezielle Märkte zur Verfügung. Durch den Beitrag der Industrie wird diese Summe verdoppelt, sodass bis 2016 rund 1.4 Mrd. Euro zur Förderung von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie investiert werden.
Die Förderung durch die Bundesregierung ist von enormer Bedeutung für die Industrie. Sie bestätigt damit die im Zusammenwirken mit der Initiative VES (Verkehrswirtschaftliche Energiestrategie) erarbeitete Kraftstoffstrategie der Bundesregierung und stellt sicher, dass eine Technologie, im Fall der CEP, die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, politisch gewollt ist und unterstützt wird.
Somit sind in Leuchtturmprojekten finanzielle Mittel aus öffentlicher Hand und von privaten Investoren und Anwendern so konzentriert, dass die für eine effiziente Forschung und Entwicklung sowie erfolgreiche Demonstration notwendige Mindestgröße an Technologie-Kompetenz und Finanzkraft erreicht wird und damit ein gutes Verhältnis von Aufwand zu Wirkung für die deutsche Volkswirtschaft erzielt werden kann. Damit werden Synergiepotenziale genutzt und die interdisziplinäre Zusammenarbeit gefördert.

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